Die Wahrheit… und Sebastian

(tl;dr: Steffi ist als feste Sängerin ausgestiegen, die anderen haben keine Zeit, und ich, Stephan, habe einfach keine Lust mehr, das Schiff schon wieder allein schaukeln zu müssen… und es gibt drei letzte, neue Songs)

Liebe Botany-Bay-Fans und sonstige Leser dieses Blogs,

es hat ja keinen Sinn, sich und der Welt was vorzumachen. Es hat sich im vergangenen Jahr so einiges ereignet, was dafür gesorgt hat, dass wir mit unserem neuen Album nicht wesentlich weiter sind als bei unserem letzten Update.

Wenn ich den aktuellen Zustand in die Zukunft projiziere, so muss ich leider gestehen, dass ich nicht glaube, dass sich daran gross etwas ändern wird… und es ist die Zeit gekommen, Botany Bay, so wie es jetzt ist, aufzugeben und neue Wege zu gehen.

Aber der Reihe nach:

Nachdem vorletztes Jahr mein Vater gestorben war, ging es meiner Mutter sehr, sehr schlecht, und sie gab sich letztes Jahr alle Mühe, ihm möglichst schnell hinterher folgen zu können. Zum Glück hat sie das nicht geschafft, und ich werde hier nicht weiter ins Detail gehen (‘Addiction/RedEarth‘ geben allerdings eine ungefähre Vorstellung vom generellen Feeling), aber auf jeden Fall war es eine unglaublich beschissene Zeit mit etlichen Krankenhausaufenthalten, die sich alle wie ein Besuch in der Hölle anfühlten.

Später im Jahr verlor ich dann betriebsbedingt meinen Job (niemand möchte für Apps und schon gar nicht für Spiele zahlen, niemand möchte Werbung sehen, und alle wollen immer alles umsonst, um nur mal ein paar Gründe aufzuzählen) und durfte mir einen neuen suchen. Das war nicht wirklich ein Weltuntergang, aber es nahm ne Menge Energie aus Botany Bay, und natürlich sind immer ne Menge Ängste und Unsicherheiten mit so einer Suche und Umorientierung verbunden. Bei United Toy war ich CTO gewesen, hatte einen großen kreativen Spielraum und konnte mir meine Arbeit frei einteilen. Es würde nicht einfach werden, wieder in einem ‘normalen’ Job Fuß zu fassen und mir meine Freiheiten zu bewahren… nicht der ideale Nährboden, um Musik zu machen.

Ungefähr zum gleichen Zeitpunkt wurde unsere geliebte Tia schwer krank, was später im Jahr darin gipfelte, dass wir sie gehen lassen mussten. Ich habe an anderer Stelle schon viel über Tia geschrieben, was ich hier nicht alles wiederholen muss; nur so viel: Sie war ein ganz besonderes Wesen, sie war unsere beste Freundin, und es war sehr schwer, sie zu verlieren.

Ebenfalls zum gleichen Zeitpunkt wurde Felix, unser Bassist, Vater. Yeah, endlich mal etwas Positives, und an dieser Stelle nochmals meine allerherzlichste Gratulation! Trotzdem sorgte natürlich auch dieser Umstand nicht unbedingt dafür, dass wir öfter Musik machen konnten.

Marius, unser Gitarrist, hatte zu diesem Zeitpunkt einen Job über den ich hier nichts schreiben soll, ausser dass er dazu geführt hat dass er so gut wie nie Zeit hatte und lange nicht so oft am Start war wie es für ein Vorankommen nötig gewesen wäre.

Und das alles erklärt dann endlich auch, warum “Gegen die Zeit”, unsere letzte Veröffentlichung zugunsten der DKMS, ausschließlich aus Steffi und mir besteht: Erstens waren die Jungs schlicht und ergreifend nicht verfügbar, und zweitens ließ Tias Zustand es nicht mehr zu, hier auf der K-Burg großangelegte Sessions mit zig hundert lauten, ungestimmten Instrumenten und Kabeln zu veranstalten; das hätte alles nur noch schlimmer gemacht.

 

Tia wurde genau einen Tag nach der letzten Session eingeschläfert (und das wiederum erklärt, warum ich auf dem Video, das eine Woche später entstand, genau so fertig-mit-der-Welt aussehe, wie ich es auch tatsächlich war).

Tja, womit wir bei “Gegen die Zeit” angekommen wären. Tatsächlich war dieses Lied nicht nur unser Beitrag für die DKMS, sondern es war irgendwo auch mein Abschiedsgeschenk an Steffi, und Steffis Abschiedsgeschenk an unsere Fans. Denn Steffi ist bereits seit einer ganzen Weile als feste Sängerin bei Botany Bay ausgestiegen. Wir wollten das erstmal nicht öffentlich machen, aber nachdem jetzt eh nix mehr voran geht scheint mir die Zeit dazu gekommen zu sein.

Langjährige Fans werden sich jetzt vielleicht an die letzte große Trennung im Jahre 2009 erinnern, damals war es Laura Dietrich, die ihren Abschied bei Botany Bay nahm, und die vorher sowas wie das stimmliche und wohl auch optische Aushängeschild von Botany Bay geworden war. Aber da muss ich gleich ganz energisch dazwischen grätschen, denn die beiden Trennungen haben so gut wie nichts miteinander zu tun.

Zum einen sind Steffi und ich weiterhin eng miteinander befreundet (ansonsten hätten wir kaum auf den letzten Metern und allen Umständen zum Trotz noch mal sowas wie ‘Gegen die Zeit’ rausgehauen), und zum anderen möchte Steffi sehr gern als Gastsängerin auch weiter dabei sein. Nur sorgen Dinge in unserer beider Leben sowie musikalische und weltanschauliche Differenzen dafür, dass wir uns mehr gegenseitig bremsen als wir uns gut tun. Und Steffi möchte einfach mal sich selbst finden und entdecken und selbst Singer/Songwriter sein und weiter kommen als man es in meiner kaputten Band momentan tut, und das gönne ich ihr irgendwo von ganzem Herzen.

Und so sieht es jetzt aus: Felix ist mitten im heftigsten Elternstress, Marius hat (gottseidank) einen neuen Job der ihm allerdings sehr viel abverlangt, weswegen wir uns auch weiterhin kaum mal sehen, Steffi ist als festes Mitglied ausgestiegen und ich bin mehr oder weniger gerade alleinverantwortlich für Botany Bay.

Stephan

Im Klartext heisst das, ich hab hier ein zu 60-75% fertiges Album mit wirklich den allerwunderschönsten und eindringlichsten Songs, die man sich überhaupt nur vorstellen kann, und die die letzten zwei Jahre über alllesamt unter teilweise sehr heftigen Bedingungen (der Tod meines Vaters ist nur ein Beispiel dafür) entstanden sind. Und momentan sieht es so aus, als ob hauptsächlich ich allein für dieses Vermächtnis verantwortlich bin; und dafür, es fertig zu kriegen.

Und dazu habe ich gerade weder die Lust noch die Kraft, so leid es mir tut.

Ich weiß, das war alles schon mal anders.

Als wir 2004-2007 “Grounded” aufnahmen, da war die Welt echt, wirklich und in ziemlich brutaler Weise gegen uns. Alles was schief gehen konnte, das ging auch schief. Wir wurden ausgelacht, ignoriert, unsere Instrumente wurden weggesperrt, wir wurden auf die Straße gesetzt, und niemandem (und damit meine ich: 0 Personen) ausser den unmittelbar Beteiligten (und das war lange Zeit nur ich) war das Projekt irgendwas wert. Und trotzdem hab ich’s durchgezogen, ich hab das Album fertig produziert, trotz allen die mich nicht unterstützt haben, trotz der Existenzängste die ich damals durchleiden musste, trotz allen Kollegen/Freunden/Lebensabschnittspartnern die’s nicht kapiert haben und die mir gesagt haben ich soll mein Leben nicht daran vergeuden… und ich bin irrsinnig stolz darauf.

.

Und als sich 2009 dann Laura und ich in beiderseitigem Einverständnis endlich trennten, da waren einige (nicht viele, aber genug davon, dass es mich echt genervt hat) überzeugt davon, dass das jetzt das Ende ist. Dass es jetzt nicht mehr weiter geht, dass es ohne diese Stimme nicht weiter gehen könne. Ähem, schön, ja, hatte schon mal jemand mitgekriegt dass ich 90% der Songs allein geschrieben, produziert und arrangiert hatte? Nee, anscheinend nicht. Also musste ich mich mal wieder beweisen, und genau das habe ich auch getan (und, nein, unser allmählicher stilistische Wandel kam nicht davon, dass Laura nicht mehr mitschrieb; er kam davon, dass wir die Lust und die Möglichkeit hatten, das genau so zu tun; und auch Laura und ich hatten schon unsere triphoppigen und souligen Ausflüge gehabt…) Also kam Steffi dazu, und mit der Zeit allerlei andere neue Gesichter, und wir haben zusammen ein super geniales Botany Bay V2 hochgezogen, das sich vor Botany Bay V1 nicht im geringsten verstecken muss… Steffi und Felix und Marius und ich… und auch hier bin ich irrsinnig stolz darauf.

Und jetzt? Jetzt könnte ich anscheinend wieder mal der Menschheit und mir irgendwas beweisen, aber ich mag nicht und ich brauche auch nicht. Ich habe schon genug bewiesen. Ich habe der Welt viele, viele Stunden schöne Musik geschenkt, ich habe zwei verdammt schlimme Jahre hinter mir, habe meinen Vater, beinahe meine Mutter, meinen Job und zuletzt auch noch die Tia verloren… ich sehe nicht, warum und wie ich jetzt auf Teufel komm raus mehr oder weniger im Alleingang dieses Album fertig stellen soll. Ich bräuchte Hilfe dazu, und wenn ich die nicht kriege, gut, dann eben nicht.

Klar, es sind tolle Songs und es ist sehr, sehr schade um sie, und ich habe mir immer wieder vorgestellt wie wir im Frühjahr in einem Schiffchen auf dem Rhein eine große Premierenparty feiern und alles toll und wunderschön und genial wird… aber ich hab so viel hinter mir, dass ich gerade mal wirklich froh bin wenn ein paar Monate lang niemand stirbt und niemand krank wird und ich ein regelmäßiges Einkommen habe. Und die Enttäuschung, dass ich jetzt schon wieder allein alles regeln soll, die spielt natürlich auch eine große Rolle. Ich hab einfach keine Lust hier allein zu kämpfen, nur damit gekämpft ist, und mir am laufenden Band die Enttäuschung zu geben dass ich doch nur allein dastehe.

So ist es jetzt also. Es geht nicht weiter, so sehr ich es mir auch wünschen würde, und jedes Appellieren oder Hoffen meinerseits ist einfach nur frustrierend, weil es im Zweifelsfall weitere unzählige Wochen Stillstand zur Folge hat. Selbst diesen bescheuerten Artikel hier so abzusetzen dass er für alle vertretbar ist und mal eben die drei Songs fertig abzumischen war nicht möglich, ohne es erstmal zwei Wochen lang zu planen und dann doch nicht zu machen.

Deshalb: Botany Bay in der Besetzung Steffi/Marius/Felix/ich und dieses Album sind hiermit Geschichte.

Vielleicht wird sich daran irgendwann etwas ändern, vielleicht sind irgendwann auch die anderen wieder dabei… aber zu behaupten, wir kriegen dieses Album irgendwie noch fertig oder machen alle zusammen irgendwas anderes ganz tolles, das wäre falsch und würde niemandem etwas bringen, ausser uns (->mich) unter Stress zu setzen.

bbSebastian2

Aber als kleines Geschenk vor der Eiszeit möchte ich mit euch gerne drei der Lieder teilen, die tatsächlich fertig geworden sind. Eines davon, das erste, heisst “Sebastian”, und obwohl es eigentlich um etwas ganz anderes geht, und obwohl es geschrieben wurde, als wir noch eine durchaus funktionsfähige Band waren, beschreibt es irgendwie doch auch auf wundersame und prophetische Weise den Zustand, in den wir uns reinmanövriert haben.

Sebastian
You know it’s strange, people’s minds
Working miracles sometimes
They might give you wings
They might make you fly
And sometimes you notice
But most of the time
You don’t even try
Please tell me it ain’t so
Please tell me there’s a way
A way that you can see
And that you still believe
Please tell me you’ll wait
Where the river meets the sea
And that if I lose my way
That you’ll come back for me
Sometimes it’s hard
All by yourself
Cause you put your dreams
Back into the shelf
Can’t hear the voices
Although you try
And sometimes you catch them
But most of the time
They’re just passing by
Please tell me it ain’t so…

 

Ich habe mir die vergangenen Wochen sehr gewünscht dass wir abgeholt werden von diesem seltsamen Ort, an dem wir irgendwie verloren gingen. Aber irgendwie werde ich den Weg zurück wohl allein finden müssen.

Ich melde mich, wenn ich dort bin.

P.S.: Was mich persönlich betrifft, ich werde natürlich weiterhin Musik machen. Ich kann gar nicht ohne, deshalb frustriert mich dieser ganze Scheiß auch so ohne Ende. Ich bin mir noch nicht sicher, ob das unter dem Namen Botany Bay laufen wird, oder ob ich ein neues Projekt gründen werde; es wird auf jeden Fall wieder was zu hören geben, wenn auch nicht unbedingt hier. Die Zeit wird es zeigen.

P.P.S.: “Sebastian” hatte ursprünglich eine ganz andere Bedeutung. Es geht um keine reale Person die “Sebastian” heisst… es geht vielmehr um eine Person die stellvertretend für viele Menschen ist, deren wilde Träume mit der Zeit auf der Strecke bleiben, weil das die einzige Möglichkeit ist, mit diesem verdammten Leben fertig zu werden und sich anzupassen… obwohl sie so schön, beneidenswert und einzigartig gewesen waren… und über die Hoffnung, dass niemals alles verloren ist.

Gegen Die Zeit

Willkommen im neuen Jahr! Denn auch in diesem Jahr geht es mit unserem neuen Projekt in Zusammenarbeit mit der DKMS weiter. Wir werden weiter Gutes tun. Deshalb wollen wir direkt mal den ersten guten Vorsatz für dieses Jahr umsetzen. Chaka. Den Song “Gegen die Zeit” haben wir für euch ab sofort hier zum Download bereit gestellt:

Gegen die Zeit

>> Gegen die Zeit – MP3 Download <<

Alles, worum wir euch bitten, ist dafür eine Spende zu hinterlassen. Wir werden 100% der Einnahmen aus diesem Song der DKMS zu Gute kommen lassen. Zur Spende geht´s hier entlang:





Einziger Haken bei der Sache ist, dass wir euch für diese Spende keine Spendenquittung ausstellen können. Wenn ihr eine solche benötigt, bitte direkt an das im Video genannte Spendenkonto überweisen.

Empfänger        DKMS
Kontonr.           12 6666 700
BLZ                  640 700 85
Deutsche Bank Reutlingen
Stichwort: „Gegen die Zeit“

In diesem Sinne wünschen wir euch weiterhin viel Spaß beim Reinhören und danken euch für all die Unterstützung, die ihr uns bereits jetzt gegeben habt. Es tut gut zu wissen, dass ihr nach wie vor so hinter uns steht und dass ihr mit uns gemeinsam Leben retten wollt. Aus tiefstem Herzen Danke!

 

Für einen guten Zweck…

Nachdem ich nun als Sängerin seit einigen Jahren bei Botany Bay dabei bin, dachte ich, es kann sicherlich nicht schaden auch mal einen Blog Eintrag zu verfassen. Aber mein erster Eintrag sollte schon etwas besonderes sein, etwas was mir sehr am Herzen liegt, darum habe ich bis heute damit gewartet, denn jetzt geht es wirklich um eine sehr persönliche Geschichte.

Als mein Vater vor einigen Jahren schwer erkrankte und niemand in zig Krankenhäusern sagen konnte, was er eigentlich hat, war ich schwer schockiert. Dass es solche Krankheiten in unserer Gesellschaft überhaupt noch gibt, war mir bis dato nicht bewusst. Ich musste über 2,5 Jahre mit ansehen, wie mein Vater immer schwächer und schwächer wurde und dabei von Krankenhaus zu Krankenhaus verlegt wurde, weil ihm niemand helfen konnte bis…ja bis schließlich der Körper sich so sehr wehrte, dass er zu allem Überfluss noch Leukämie (Blutkrebs) bekam und es damit nicht nur langfristig sondern plötzlich sehr kurzfristig lebensbedrohlich für ihn wurde. Ich begann natürlich sofort mich mit allem, was helfen könnte, auseinander zu setzen und stieß dabei auf meinen Hoffnungsträger: die DKMS.

Allerdings konnte ich zeitgleich auch von anderer Seite Hoffnung schöpfen, weil wir gleich 2 passende Spender innerhalb der Familie finden konnten. Mein Vater hatte also Glück, wurde wieder gesund und wir waren letztendlich nicht auf eine Stammzellenspende aus der DKMS angewiesen. Jedoch haben nicht alle dieses Glück. Während mein Vater sich in der Chemotherapie befand, habe ich auf der Isolierstation mit ansehen müssen, wie viele andere einen geliebten Menschen verloren haben. Und genau deshalb möchte ich mich nun einsetzen. Für alle die ein Stück mehr Lebenszeit verdient haben.

Ich habe mich also gefragt, was jemand wie ich tun kann, um die DKMS zu unterstützen. Und da ich nunmal Sängerin bin, habe ich Stephan darum gebeten, mit mir einen Song zu schreiben. Und das ist dabei herausgekommen.

Unser erster deutscher Song — es geht ja schließlich um die Deutsche Knochenmarkspenderdatei.

Dieser Song beschreibt das Schicksal einer Person – naja, wenn man ehrlich ist, natürlich mein Schicksal – , die zusehen muss, wie sie einen geliebten Menschen langsam verliert (und davon können Stephan und ich weiß Gott ein Lied singen). In diesem Lied kann diesem Menschen durch eine Stammzellenspende der DKMS geholfen werden. Zum Glück.

Wir möchten mit diesem Song Lebenszeit schenken. Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass Blutkrebs ein Thema ist und wir alle davon betroffen sein könnten. Wir möchten das Bewusstsein schaffen, dass Zeit und insbesondere Lebenszeit ein knappes Gut ist und wir dafür kämpfen sollten. Und dieser Kampf kann in diesem Fall so einfach sein. Denn eine Typisierung ist wirklich nicht kompliziert. Leute: da liegt Lebenszeit so einfach auf der Straße rum und ihr helft nicht? Also los: Stammzellenspender werden!

Alle Info´s zur Typisierung findet ihr hier:

http://www.dkms.de/de/spender-werden

Wenn dieser Song auch nur einen Menschen dazu bewegt, sich bei der DKMS typisieren zu lassen und dadurch auch nur ein Leben gerettet werden kann, dann hat er seinen Zweck bereits erfüllt.

Eine Typisierung kostet die DKMS rund 50 EUR. Deshalb benötigt die DKMS Spenden. Dazu habt ihr zwei Möglichkeiten: entweder ihr spendet direkt an das im Video eingeblendete Konto

DKMS
Kontonr. 12 6666 700
BLZ 640 700 85
Deutsche Bank Reutlingen
Stichwort: „Gegen die Zeit”

Oder aber ihr nutzt den Button beim Songdownload auf unserer Homepage, http://botanybay.cc (kommt in 2-3 Tagen!). Wie immer gibt es diesen Song zum Download, und am meisten würden wir uns freuen, wenn ihr auch diesmal einen Beitrag eurer Wahl spendet. (Richtig, es müssen nicht mind. 50 Euro für die Typisierung sein, nein, jede Spende zählt)

Jetzt bleibt mir nur noch zu sagen: vielen, vielen Dank an alle, die uns unterstützen und die uns helfen werden.

Und ein letztes: Papa. Schön, dass du wieder bei uns bist!

Lebenszeichen…

…ist leider das falsche Wort, denn wir sind unendlich traurig, dass Tia nicht mehr unter uns weilt. Sie war fast bei jeder Session dabei, und sie hat uns immer gerne zugehört und mochte es, wenn wir Musik machten. Meistens machte sie es sich vor dem Bassverstärker bequem (am besten, wenn er ganz laut aufgedreht war), oder sie legte sich zu Marius’ Füßen und lauschte seinen Gitarrentönen…

Am 22. Oktober mussten Stephan und Katja sie schweren Herzens gehen lassen.

Kurz vorher hatte Steffi den Text zu einem neuen Song geschrieben, den sie mit Stephan zusammen aufnahm und für einen guten Zweck veröffentlichen wollte, inklusive Konzert. Leider kam alles anders.

Aber der Song ist so gut wie fertig, und allmählich sind wir zumindest wieder bereit, ihn zu veröffentlichen. Nächste Woche vermutlich; es geht also weiter. Wenn es auch schwer ist.

Tia, wir werden Dein Tapsel-Geräusch auf unseren Outtakes vermissen!

Don’t Fuck The Audience

Die Entscheidung, unser nächstes Album ausschließlich für uns aufzunehmen und auf fb-likes, Vermarktbarkeit, Anzahl der Twitter- und Facebook-Fans, Klicks und  Überlegungen zur Marktpenetration ab sofort nicht mehr zu achten, bringt ein paar ganz nette Annehmlichkeiten mit sich.

Zum Beispiel die, dass wir uns sehr entspannt zurücklehnen und mit einem Lächeln auf dem Gesicht ein Spiel beobachten können, zu dem wir nicht gehören wollen und in dem wir nicht stattfinden werden. Weiterlesen

Das theradio.cc-Interview + “No Excuse (now more than ever)”

Wie sich inzwischen vielleicht in ein paar Ecken des Internet herumgesprochen haben könnte, gab’s am Ostersonntag auf theradio.cc eine Ostersondersonntags-Sondersendung mit dem Thema Botany Bay ;-)

… und wir waren für ein Interview mit von der Partie… was auf unserer Seite ungefähr so aussah:

Botany Bay beim Interview

Botany Bay beim Interview

Inzwischen gibt es, den netten Leuten von theradio.cc sei dank, einen kompletten Mitschnitt des Interviews (ohne die Songs, die dazu gespielt wurden). Und, oh Wunder, das Ganze geht tatsächlich eine Stunde und fünf Minuten lang (was uns wirklich nicht so vorgekommen ist), Interessierte werden also ein bisschen Zeit mitbringen müssen.

Wer also schon immer wissen wollte, was Steffi in ihrer Kindheit gehört und gesungen hat, warum es Marius’ Meinung nach manchmal ganz gut ist, den Vöglein im Walde zuzuhören, was unsere Ansichten zur GEMA sind, welches Bandmitglied sich als eher so den plumpen Typen bezeichnet und wie unsere Pläne für die Zukunft aussehen, der kriegt es direkt hier raus (nicht erschrecken, am Anfang gab’s technische Probleme, ab 1:30 ist der Sound dann gut):

Wir hatten noch eine Überraschung für die theradio.cc-Hörer, nämlich eine alternative Version von “No Excuse”, die bei uns intern unter dem Namen “die jetzt-erst-recht-Version” läuft, und die am Sonntagabend auf theradio.cc ihre Premiere feierte.

Und weil die auf dem Mitschnitt leider nur bis zum Ende der ersten Strophe drauf ist und wir sie euch nicht vorenthalten wollen (nur weil ihr vielleicht Sonntagabend keine Zeit zum Radiohören hattet)… gibt es sie hier noch mal:

Was genau daran anders ist, beschreibt Steffi im Interview vermutlich am treffendsten: “Die ist ein bisschen echter. Freut euch drauf. Seid gespannt!”

An dieser Stelle noch mal unser allerherzlichster Dank an alle, die zugehört haben; an alle, die sich etwas gewünscht haben… und natürlich an Dennis und die theradio.cc-Macher. Das Ganze hat uns wirklich sehr viel Spaß gemacht, und es ist ein großer Motivationsschub für uns. Danke dafür :)

Wünsch Dir was!

theradio.cc haben eine schöne Aktion gestartet, über die wir uns sehr freuen, und die wir hiermit sehr gerne an unsere Fans weitergeben.

Und zwar gibt’s dort eine Art Botany Bay Wunschkonzert plus vielleicht Sondersendung (vorausgesetzt natürlich, es machen genug Leute mit… also, seid hiermit motiviert, mitzumachen ;-) so gut wie alles was wir je gemacht haben findet sich hier ;-))

An dieser Stelle herzlichen Dank an die Macher von theradio.cc; das macht uns tatsächlich Mut.

(Update 30.3.2013: Es sind tatsächlich so viele Antworten zusammengekommen, dass es morgen, Ostersonntag,  31.3.2013 eine Botany-Bay-Sondersendung geben wird, und zwar um 20.00h. Wir freuen uns ganz arg doll darauf und werden auch live dabei sein… bis morgen!)

Hurry To Me

Kaum zu glauben aber wahr: In zwei Jahren wird dieses Projekt 20 Jahre alt. Und aus der embryonalen Anfangszeit gibt’s an dieser Stelle heute einen kleinen Leckerbissen… ein bisher unveröffentlichtes Demo mit dem Titel “Hurry To Me”.

Dieser Track sei hiermit Katrin Schmidt, der damaligen BB-Leadsängerin gewidmet… wo auch immer sie jetzt sein mag. Es war eine tolle Zeit.

Nein, es klingt nicht so, wie wir heute klingen. Und auch nicht so, wie wir zwischendrin klangen. Es klingt so, wie wir ganz am Anfang klangen ;-) Viel Spaß damit!

 

Wohin

Wohin

Wohin

Wenn es stimmt, daß nie etwas verloren geht,
dann sing ich immer weiter,
immer lauter,
unverdrossen,
ohne Publikum,
vielleicht lauschen die Götter, die auf irgendeiner Wolke sitzen,
vielleicht hört ein Unbekannter zu, der vor dem Fenster plötzlich stehenbleibt.

Ich weiss nicht, was ich sagen soll.

Karan von den Singvøgel hat uns ein Lied gewidmet, das sich (auch) mit unserer derzeitigen Situation beschäftigt, und mit all dem, was ich im letzten Posting geschrieben habe…

Und noch immer weiss ich nicht, was ich sagen soll. Nach 20 Jahren Musik gibt es immer noch Dinge, die mich sprachlos machen. Musik zum Beispiel.

Vielleicht nur so viel: Danke, liebe Karan. Das Lied ist wunderschön, es kommt genau zu der richtigen Zeit, und es bedeutet mir mehr als alle facebook-likes oder youtube-klicks, die wir nicht gekriegt haben.

Fühl’ Dich umarmt.

Hier geht’s zu dem Song.

Wie es ist

Ich habe es jetzt sehr lange vor mir hergeschoben, diesen Artikel zu schreiben.

Ich würde es am liebsten auch noch die nächsten 6 Monate vor mir herschieben, aber irgendwo sind wir unseren Fans, die uns so lange die Treue gehalten haben, ein Update schuldig – eine Erklärung, wie es bei Botany Bay weiter geht. Und da die anderen noch nicht bloggen, werde ich das wohl tun müssen.

Für die Antwort muss ich leider ein bisschen ausholen.

Wie ihr vermutlich alle mitgekriegt habt, ist mein Vater im Dezember verstorben, nachdem er vier Monate lang schwer krank gewesen war.

Diese Zeit seit August 2012 war eine fürchterlich schwere Zeit, und sie hat bei allen Beteiligten, so auch bei dieser Band, ihre Spuren hinterlassen.

Eigentlich hatten wir einen neuen Proberaum-mit-Studio in Köln angemietet, um im Herbst/Winter 2012 die ganz große NRW-Clubtour starten zu können und dazwischen die eine oder andere Aufnahme für das nächste Album zu machen.

Seit diesem einen schicksalsreichen Tag im August war daran aber nicht mehr zu denken; ich war nur noch zwischen Rhöndorf (meinem Wohnort) und Minfeld (dem Wohnort meiner Eltern) unterwegs, immer mit der Tachonadel am Anschlag, ging gleichzeitig so gut wie möglich meiner hauptberuflichen Arbeit als Softwareentwickler nach und war während all dessen bemüht, nicht die Nerven zu verlieren. Es waren Monate voller Ungewissheit, Schmerz und Komplikationen, die spürbar an Grenzen gingen, von denen ich gar nicht wusste, dass ich sie habe.

Dass wir es während dieser Zeit trotzdem geschafft haben, ein Lied für meinen Vater aufzunehmen, spricht für die große Freundschaft und das große Verständnis, das in dieser Band herrscht, und dafür, dass wir uns ohne viele Worte verstehen. Aber mehr als das und drei Sessions bei mir im Wohnzimmer waren trotzdem nicht drin.

Und jetzt?

Jetzt ist mein Vater tot, und ich fühle mich leer und unendlich traurig. Und habe sehr viel zum darüber Nachdenken.

Ich hätte mir für meinen Vater gewünscht, dass er in seinen letzten Jahren glücklich und zufrieden auf sein Leben zurückblicken kann… und natürlich, dass sie nicht so verdammt schnell kommen. Aber wer meinen Vater kennt, der weiss, dass er nicht glücklich und zufrieden war, sondern verbittert, oftmals verzweifelt und zum Schluss immer kränker.

Mein Vater war ebenso ein begnadeter Fotograf wie er ein begnadeter bildender Künstler war. Und ich sage das nicht aus Sohn-Vater-Bewunderung heraus (die war nie so wahnsinnig ausgeprägt), sondern weil’s einfach verdammt noch mal so war. Seine Fotos und Zeichnungen hätten auf Ausstellungen gezeigt werden müssen, sie hätten in Kunstsammlungen hängen müssen. Er hätte unendlich mehr Anerkennung für seine Kunst verdient gehabt, als er bekommen hat. Und das wusste er, und er verzweifelte daran.

Denn gefeierte Künstler, das waren immer nur die anderen geworden. Ex-Weggefährten, Ex-Mitarbeiter und Ex-Freunde. Die, als die Zeit dazu reif war, geschickt einen auf “Multimedia” machten, oder eifrig in der lokalen Kunst-Schickeria networkten (auch wenn man das damals noch nicht so nannte). Mein Vater war nie einer fürs Networken und sich irgendwo anbiedern, er sagte immer seine Meinung, war sich bis zum Schluss selbst treu, und war in vielerlei Hinsicht viel zu kompromisslos um all zu weit zu kommen.

Das letzte Bild, das es von meinem Vater und mir zusammen gibt. Tausend Dank an Katja für diese Erinnerung.

Ebenso erging es ihm im Beruf. Er hatte Kunsthistorik studiert und war selbständiger Restaurator; zu seinen guten Zeiten gehörten zu seinen Aufträgen der Apothekerturm vom Heidelberger Schloss, alles Mögliche am und im Schlossgarten in Schwetzingen, und mehr Sakralbauten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz als ich zählen kann.

Aber irgendwann ging unserem lieben Staat das Geld für Kunst und Kultur aus, und mein Vater liess sich trotzdem nicht beirren: Wenn eine originalgetreue, handwerklich perfekte Wiederherstellung einer Fassade mit den Originalmaterialien 20.000,– € kostete, dann tat sie das nun mal… und die Denkmalämter gaben den Zuschlag dann eben immer häufiger nicht mehr meinem Vater, sondern irgend einem “Restaurations-Experten” aus ganz-weit-weg, der nicht mal wusste, dass es “Restaurierung” heisst oder wie man Kunsthistorik buchstabiert, die Arbeit aber für unschlagbare 8.500,– € ausführte. Die Fassade war dann zwar nach bereits einem halben Jahr wieder kaputt und sah nicht mal ansatzweise wie das Original aus, aber man war im Plan geblieben und stand beim Vorgesetzten erst mal gut da.

(Öffentliche Ausschreibungen funktionieren übrigens immer noch ganz genau so, und deshalb haben wir so krasse Katastrophen wie die Elbphilharmonie und den Flughafen Berlin-Brandenburg).

Mein Vater beging den Fehler (oder vielleicht machte er auch genau das Richtige), seine Meinung über solche Vorgänge öffentlich kund zu tun, und er sparte nicht mit Kritik, egal wer sie gerade nicht hören wollte. Und als Dank dafür bekam er in den letzten Jahren so gut wie keine Aufträge mehr, wurde von den Denkmalämtern im wahrsten Sinne des Wortes am ausgestreckten Arm verhungern gelassen und häufte (in Zusammenhang mit der Tatsache, dass er auf einen Anlagebetrüger hereingefallen war) einen gigantischen Schuldenberg an… während er einer der besten Restauratoren in Baden-Württemberg war.

In den letzten Monaten vor seiner schweren Krankheit rief er oft bei mir an und beklagte sich darüber, dass ihm das Leben so übel mitgespielt hatte. Mir tat das fürchterlich leid, aber ich konnte ihm nicht helfen. Und nach einer Weile konnte und wollte ich es auch nicht mehr hören… weil es immer das Gleiche war und ich nichts ändern konnte. Und so ging ich irgendwann einfach nicht mehr ans Telefon wenn ich sah dass er es war.

Jetzt würde ich alles dafür geben, nur noch einmal solch einen Anruf zu bekommen.

Den Anruf anzunehmen und noch mal hinzufahren und für ihn da zu sein.

Aber diese Chance werde ich nie wieder haben.

 

 

Was das alles mit Botany Bay zu tun hat? Mehr als man denkt.

Viele Leute, die meinen Vater und mich kannten, sagen, dass wir uns sehr ähnlich waren. Was wohl eine Tatsache ist, die mich zu gleichen Teilen stolz und ängstlich stimmt.

Denn ich sehe meinen Vater vor mir, wenn ich über Botany Bay reflektiere. Wenn ich enttäuscht und bitter bin, dass es mit Botany Bay nie so richtig geklappt hat. Dass wir so irrsinnig viel gegeben und so lächerlich wenig erreicht haben. Dass ehemalige Unterstützer keine Werbung mehr für uns machen und mir unverblümt sagen: “Ich muss mich halt primär um die Sachen kümmern, die gut laufen“. Dass all die Zoe Leelas und Professor Kliqs und Amanda Palmers dieser Welt in Reviews, Interviews und Artikeln und Blogposts gefeiert werden, während Botany Bay nach 15 Jahren, nach “Grounded”, nach “I’ll send a postcard when I’m there”, nach “Stupid Summer Dreams” und nach “No Excuse” immer noch niemand kennt.

Und jetzt reicht es.

Es ist genug. Ich will diese Familientradition nicht fortsetzen. Ich will nicht so enden, das wäre einfach fürchterlich, und deshalb kann es so nicht weiter gehen.

Was wird also passieren?

Wir werden das nächste Album nur für uns aufnehmen.

In unserem Tempo, auf unsere Art und Weise. Nicht für irgend ein Publikum, nicht um irgendjemandem irgendwas zu beweisen, nicht für irgendwelche Top-Ten-Listen, nicht für Likes und nicht für Facebook-Shares und Youtube-Klicks.

Für uns.

Bei früheren Produktionen (und bei “No Excuse” auf ganz extreme Art und Weise) haben wir den Fehler gemacht, die Musik auf radiotauglich zu trimmen, die Leute nicht zu sehr zu verwirren, keine Experimente und Risiken einzugehen und alles nach dem Motto Botany-Bay-aber-trotzdem-so-kommerziell-wie-möglich zu machen. Teilweise mit einem irrsinnigen Aufwand.

Diesen Ansatz werde ich nicht weiter verfolgen, nie wieder.

Es klingt vielleicht sehr nach Gemeinplatz, aber mir ist letztes Jahr sehr deutlich bewusst geworden, dass das Leben sehr kurz ist, und dass es sehr schnell vorbei sein kann. Wenn das meine vorbei ist, dann möchte ich auf keinen Fall das Gefühl mit ins Grab nehmen, dass meine Musik so viel mehr verdient gehabt hätte und dass die Welt beschissen und ungerecht zu mir war.

Viel mehr möchte ich die Gewissheit haben, dass ich ganz einfach das beste und schönste gemacht habe, was ich tun konnte; dass ich meine Freude daran hatte, und dass ich die Leute, denen es gefällt, damit glücklich gemacht habe.

Und das wird funktionieren, ich weiss es.

Ich weiss es, weil es für “Some Moments” (das Lied, das wir für meinen Vater aufgenommen haben) bereits funktioniert hat: Der Song ist ungehobelt, roh und zerbrechlich, er hat in der Mitte einen dissonanten Bruch, er hat auf Jamendo nur drei Rezensionen, er hat so gut wie keine Downloads, und das alles ist mir vollkommen scheißegal. Es ist einer der besten Songs, die wir je aufgenommen haben, und einer, mit dem ich sehr, sehr glücklich bin. Und ganz nebenbei lieben ihn diejenigen wenigen, die sich auf ihn einlassen.

Es wird Zeit brauchen, auf diesem Pfad weiter zu gehen. Wir werden uns neu sortieren müssen, und wir werden lernen müssen, uns auf diesem Pfad zu orientieren. Aber wir werden es schaffen.

Im Moment ist bei keinem von uns die Energie dafür da… ich bin nicht der einzige in der Band, der sein Bündel zu tragen hat – irgendwie war das zweite Halbjahr 2012 einfach für uns alle aus ganz verschiedenen Gründen ganz enorme Oberscheiße.

Darum hier ab jetzt keine Deadlines und keine ungefähren Zeitangaben mehr… es ist fertig, wenn es fertig ist, und es wird schön sein, es wird genau so sein, wie es sein muss; es wird so gut sein dass es egal sein wird ob es jemand hört oder nicht. Für Leuten-Gefallen-Wollen-Spielchen ist das Leben viel zu kurz.

Vielleicht werde ich sogar vergessen, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, wenn es soweit ist. Das wäre sozusagen mein Maximalziel (⇐ oberbescheuertes Wort).

Apropos No Excuse…: Machen wir uns nichts vor, das Experiment, bewusst keine CC-Lizenz zu verwenden, das Ding kostenpflichtig zu machen und einen richtigen Promoter zu beauftragen, ist nicht geglückt. Im Gegenteil, es hat bedauernswerte Kreaturen aus dem Keller hochgelockt, die besser dort geblieben wären.

Aus diesem Grund, und weil es u.U. eine ganze Weile dauern wird, bis sich hier irgend etwas neues ergibt, stellen wir mit sofortiger Wirkung “No Excuse” unter BY-NC-ND-Lizenz (Ausnahmen: Die Remixes; diese haben ihre eigenen Lizenzen). Es darf ab sofort zu den Bedingungen dieser Lizenz frei kopiert und verteilt werden, und ihr dürft es auch gern in euerem Podcast spielen.

 

Viel Spaß damit. Wir sehen und hören uns in der Zukunft.

Moving On

Lang, lang ist es her… und trotzdem gibt’s von @erdstrahl jetzt ein schönes neues Video dazu. Und das passt irgendwie sehr in diese Tage. Ganz abgesehen davon, dass “Grounded” für immer und ewig einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen haben wird.

Hier noch mal vielen Dank für das Video!

(Und, ja, ich schreibe demnächst mehr dazu, wie es weitergehen wird. Wer dieses Blog verfolgt hat, der weiss, dass es eine verdammt schwere Zeit war und immer noch ist. Aber wir sind fest entschlossen, weiter zu machen… und ich kann jetzt schon sagen, dass dieses Neue, was hier gerade entsteht, einen mindestens ebenso besonderen Platz in meinem Herzen bekommen wird)

S.

Presse, die Zweite

Wir haben es inmitten von Aufnahmesessions und unserer neuen Single-Veröffentlichung vollständig hier zu erwähnen vergessen:

Bruno Kramm hat auf www.faz.net ein paar schöne Zeilen über Botany Bay geschrieben. Leider wurde Steffi auf dem Pressefoto abgeschnitten, aber wir versichern: Sie ist immer noch bei uns, und im zugehörigen Lied auch nur sehr schwer zu überhören.

Wer möchte, der darf unter dem Artikel gerne für uns stimmen.

Wir sagen dafür schon mal vielen Dank :)

Just your ears, and just your eyes.